Women’s Trail in Zell am See

Letzten Freitag packte ich meine sieben Zwetschgen, besser gesagt drei Paar Laufschuhe und Laufbekleidung für jede Witterung, in meinen Koffer und verabschiedete mich von der doch recht frauenarmen TU Graz für ein Wochenende nach Zell am See, zu einer Veranstaltung, deren Frauenquote nicht 30 %, nicht 50, sondern ganze 100 % betrug, dem Women’s Trail. Was für ein Schock für mich. 😉 

Gemeinsam mit einem anderen Viking Footwear Power Girl, nämlich mit der Valerie, gondelte ich ins schöne Salzburger Land. Angekommen im Romantik Hotel, wo ich mir mit meiner Teamkollegin Ina ein furchtbar romantisches Zimmer teilen durfte, wurden sogleich die Startunterlagen abgeholt. Außerdem lernte ich noch Nada kennen, die vierte im Bunde der Power Girls. Die drei Mädls schmissen sich dann noch ins Laufgewand und nahmen beim ersten von drei Wettbewerben teil. Den Anfang machte ein 5km Lauf mit 300 m Höhendifferenz. Ich war müde von der Woche und war somit zum Anfeuern und Jacken halten beaufgabt.

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Romantisches Arrangement im Mädlszimmer

Auch wenn ich dieses Rennen noch nicht mitlief, konnte ich schon die tolle Stimmung miterleben. Das ausschließlich weibliche Starterfeld war bunt gemischt, Hobbyläuferinnen, Anfängerinnen und wirklich gute Athletinnen waren vertreten. Ina konnte den sensationellen 2. Platz machen, Nada lief auf den 7. Rang, Valerie auf Rang 24.

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Yeah, super Ina!

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Gruppenmama Sarah mit Nada, Ina und Valerie 😉

Zur Stärkung für den nächsten Tag bekamen wir um 23:00 noch einen Burger serviert, den wir halb am Verhungern, halb schlafend zu uns nahmen. Mit schwerem Bauch gingen wir schlafen, in der Hoffnung, dass dieser, samt den Beinchen, am nächsten Tag etwas leichter sein würde.

Wecker brauchte ich am Samstag keinen, zu lichtdurchlässig waren die Vorhänge und zugegebenermaßen war ich auch nervös. Nein, meinen Ruhepuls werde ich an dieser Stelle nicht nennen. 😉 Mein letzter Start bei einer Laufveranstaltung ist doch schon fast ein Jahr her, da darf man schon (freudig) aufgeregt sein.
Das reichhaltige Frühstücksbuffet im Hotel mussten wir schweren Herzens links liegen lassen, da es sich mit Omelette, Lachs, Käse, etc. im Magen doch nicht so locker läuft. Also rein mit dem Birchermüsli und dem Honigbrot.

Kurz vor dem Start wurden wir vom Veranstalter noch gebrieft und dann um Punkt 10 Uhr mit den Riffs von AC/DC (typisch für Plan B) auf die Strecke geschickt.

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Die Pongauer sind vertreten! Ina, Jasi und ich

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Rennfrisuren sitzen

Und was für eine Strecke das war! Der Women’s Panorama Trail, mit 15,3 km und 786 hm, kaum Asphalt, tollen Trails, und ganz zu Schweigen von der herrlichen Aussicht, machte seinem Namen alle Ehre. Der Zeller See lag einem im wahrsten Sinne des Wortes zu Füßen. Wenn wir schon von Füßen sprechen, meine Beine fühlten sich super an, auch wenn es steiler wurde, konnte ich noch ordentlich draufdrücken. Ich freute mich wirklich jede Minute des Rennens, dass ich so eine herrliche Strecke laufen durfte, da trat die Plagerei irgendwie in den Hintergrund.

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Es mach sichtlich Spaß 🙂 © WUSA on the Mountain

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© WUSA on the Mountain

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© Klaus Fengler

Nach 01:35:30 reichte es für den 10. Platz in der Gesamtwertung. Wow, ich freute mich irrsinnig. Die Stimmung im Start- und Zielbereich war immer recht herzlich und ausgelassen, man gratulierte sich gegenseitig zu den erbrachten Leistungen und konnte sich mit den anderen Mädls freuen. So eine Gemeinschaft gibt einem schon viel. Nada war an diesem Tag sagenhafte 3., Ina 17. und Valerie 22. Somit lagen wir Viking Power Girls in der Teamwertung in Führung, was für eine Ehre mit so klassen Mädls im Team laufen zu dürfen!

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Go Nada!

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Glücklich über die Resultate

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Ganz besonders freute mich die Anwesenheit meiner Familie im Start und Ziel. Da läuft man natürlich noch schneller, wenn man im Ziel von seinen Liebsten erwartet wird. 🙂

Beste Schwester ❤

Der Nachmittag verging wie im Flug (essen, Vortrag) und schon stand das Ladies Dinner am Abend an. Wir wurden mit einem viergängigen Menü verwöhnt und im Anschluss führte man noch extra für uns die Wasser-, Licht- und Lasershow am Zeller See auf, eine etwas nasse Angelegenheit. Angesichts der anstrengenden letzten Tage ließen wir die Casino Night sausen (folglich auch den Millionengewinn) und kamen somit zu ein, zwei Stündchen mehr an Schlaf.

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Ladies Dinner, Viking Footwear Power Girls und WUSA on the Mountain

Diese waren auch nötig, denn am Sonntag stand schon das dritte, und somit letzte Rennen an, der Women’s Challenge. Aufgrund eines Murenabgangs wurde die Strecke auf 14 km und 312 hm verkürzt.  Für mich war es das erste Mal, dass ich zwei Tage hintereinander am Start eines Rennens stehe, und somit mit nicht mehr ganz frischen Beinen weglaufe. Das Startszenario vom Vortag wiederholte sich, nur dieses Mal eine Stunde früher, also um 9 Uhr. Es ist schon eine Zeit lang her, dass ich so weit, so schnell flach gelaufen bin, aber es machte ordentlich Spaß in der Ebene dahin zu brettern. Rund um den Zeller See mit einem An- und Abstieg in Thumersbach und noch einmal einer kleineren Steigung kurz vor Zell verlief die doch sehr schnelle Strecke. Die 300 m Höhendifferenz waren jedoch nicht zu unterschätzen und verlangten den Oberschenkeln und Waden der Teilnehmerinnen noch einmal einiges ab. Auch an diesem Tag ging es mir körperlich und geistig super, nur ganz am Schluss, als ich bereits auf der Seepromenade war, freute ich mich auf das Ziel.

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© WUSA on the Mountain

Mit einer Zeit von 01:12:25,5 kam ich als 7. Frau gesamt und 5. in der Klasse Women ins Ziel, überglücklich und vollkommen zufrieden. Mein Teamkolleginnen glänzten auch dieses Mal wieder mit Spitzenplatzierungen, Ina wurde abermals 2. in der Gesamtwertung, Nada 10. und Valerie 15. Somit war uns der erste Platz in der Teamwertung gewiss.

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Best Prize so far: ein Fässchen eingelegte Gurken

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Shiny happy People

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Wir waren klasse, Mädls!

Danke an dieser Stelle an meine Mädls, es war mir eine Freude an diesem Wochenende auch die anderen beiden, Vali und Nada, kennenlernen zu dürfen, wir hatten eine Menge Spaß, Fortsetzung folgt hoffentlich bald. 🙂

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Ausklang dieses schönen Wochenendes war ein gemeinsames Mittagessen und danach ging es für Vali und mich noch in die Sauna und dann zur Massage, was für ein Luxus!

Für mich war dieses Wochenende eine tolle Gelegenheit zu sehen, wo ich eigentlich momentan mit meiner Leistung stehe, ob mein Körper eine mehrtägige Belastung soweit aushält und wie schnell ich mich davon wieder erhole. Außerdem war die Stimmung natürlich sensationell, nach zwei, drei Tagen kennt man bereits den Großteil der Teilnehmerinnen, feuert sich gegenseitig an, unterstützt und motiviert sich. Dieses Miteinander übertrumpft das Gegeneinander eines Wettkampfes in jeder Hinsicht  und erfüllt einen einfach mit Leichtigkeit und Freude. Und es ist immer wieder schön, so viele bekannte Gesichter zu treffen und neue kennen zu lernen. 🙂

Danke liebe Helma, dass du uns vieren  dieses ereignisreiche Wochenende ermöglicht hast und auch selber aktiv dabei warst.

Der Women’s Trail hat mich bestimmt nicht zum letzten Mal gesehen.

© Klaus Fengler

2 thoughts on “Women’s Trail in Zell am See

  1. Sabrina

    Gefällt mir total gut Sarah das Du jetzt auch unter die Schreiberinnen gegangen bist! Schöner Bericht! Mehr davon!

    Liebe Grüße von der Lauf- und Schreibkollegin!

    Gefällt mir

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