Transalpine Run 3. Etappe: St. Anton am Arlberg – Landeck

Hard Facts: 43,1 km, 2.019 Hm im Aufstieg, 2.494 Hm im Abstieg, höchster Punkt auf 2.051 m, Start um 7:00

Nach einer relativ kurzen und unruhigen Nachtruhe für mich (keine Ahnung warum ich heute wieder nervös war) standen wir um 4:45 Uhr auf, da wir unsere Taschen bereits um 5:30 Uhr an der Rezeption abgeben mussten für den Gepäcksservice (dazu später mehr…). Ein rasches Frühstück, ein Tape von den Outdoor Physios vorort und dann war es auch schon 7:00 Uhr und Zeit für den Start. Bei leichtem Regen durften wir aus dem zweiten Startblock loslaufen, ein kleines Stück durch St. Anton und dann ging es auch schon bergauf in Richtung Walchererhöhe, dem höchsten Punkt unserer heutigen Strecke.

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Aufgrund des tagelangen Regens war die Strecke extrem matschig, so etwas hab ich noch nie gesehen! Das war dann bergab ziemlich interessant… Man musste höllisch aufpassen, aber Ina und ich schafften es als eine der wenigen nie mit dem Hintern bremsen zu müssen!

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Hupf in Gatsch!

Dadurch vergingen die ersten 13 Kilometer bis zur ersten Labe im Tal in Pettneu wie im Flug. Es folgten ein paar flache Kilometer im Tal und dann ging es auch schon wieder hinauf zur Flirscher Skihütte.

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Über lässige, relativ steile Trails schlängelten wir uns Meter für Meter hinauf, in einem sehr konstanten, aber zügigem Tempo.

Es ging uns wirklich gut, wir konnten unser Tempo sehr gleichmäßig durchgehen, das ist sicherlich ein großer Vorteil und kräfteschonend. Auch wenn ich mich am ersten Tag nicht bereit gefühlt habe (ich hatte wahrscheinlich einfach Angst, vor dem, was mich erwartet), so fühle ich mich nun stark, körperlich und mental. Ich hoffe, das hält an. 😉

Von der Flirscher Skihütte weg ging es dann größtenteils über Forststraßen und Asphalt ins Tal nach Pians. Wir ließen es laufen, so gut es ging. Voll ballern war einfach nicht drinnen, wenn noch über 200 Kilometer auf uns warten.

Offiziell sollte die Strecke nur 40 Km lang sein, aber ich und einige andere hatten bei der letzten Labestation schon über 38 Km auf der Uhr und dort wurde uns gesagt es seien noch über 5 Km bis ins Ziel. Aaaaha, okay, dann laufen wir halt wieder mal mehr wie Marathondistanz. Wir haben ja sonst nichts zu tun. 😉 Es ging uns Gott sei Dank so gut, dass uns diese News jetzt nicht besonders niederschmetterten.

Die letzten Kilometer waren dann etwas coupiert, aber Ina und ich konnten die letzten Schupferl gut durchdrucken und kamen dann nach 6:24 Stunden sogar als 7. Damenteam ins Ziel. 🙂

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Jedes Mal wieder ein Sieg über sich selbst

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Es ist schon beeindruckend, wie sich die Grenzen im Kopf verschieben. Nach meinem ersten Ultratrail war ich nach 47 Km fertig und hatte erst mal genug für die nächsten Tage. Hier laufen wir mal eben einen Marathon, und sind dann im Kopf schon wieder startklar für die nächste Etappe. Es spielt sich alles so ein, die anderen reißen einen mit. Ich habe schon öfters gelesen oder gehört, dass der TAR wie eine Klassenfahrt ist. Und es stimmt. Man hat ein fixes Programm, nicht allzu viel Zeit zwischen den Programmpunkten und es ist alles bestens organisiert.

Okay fast alles. Gerade sitzen wir ohne unsere Taschen im Hotel, die wurden nämlich in ein falsches geliefert. Ich hoffe, die kommen bald, sonst kann ich nämlich im Handtuch zur Pastaparty gehen. 😛

 

Nachtrag: Tasche ist noch rechtzeitig angekommen, musste nicht im Handtuch zur Pastaparty, was ein Glück. 😛

One thought on “Transalpine Run 3. Etappe: St. Anton am Arlberg – Landeck

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