Transalpine Run 5. Etappe: Samnaun – Scuol

Hard Facts: 39,2 km, 2.227 Hm im Aufstieg, 2.847 Hm im Abstieg, höchster Punkt auf 2.730 m, Start um 8:00

Gestern bin ich regelrecht ins Bett gefallen und habe so gut geschlafen, wie schon lange nicht mehr!
Um 5:30 Uhr gings wieder zum Frühstück, das ist jedes Mal so gemein, wenn es einfach alles gibt, über verschiedene Schinken-, Lachs- und Käsebuffets, Croissants usw. und man kann nicht reinhauen… Aber gut. 😉

Heute starteten wir erst um 8:00 Uhr, eine humanere Zeit, als mittlerweile 6. Frauenteam durften wir wieder aus dem zweiten Startblock starten.

Entlang des Schergenbachs ging es einen breiten, steilen Schotterweg zum Zeblasjoch hinauf.

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Auf gehts Richtung Zeblasjoch

Die Zeit verging so unglaublich schnell, dass wir an der ersten Labe einfach vorbei liefen, hinein in die Trails. Waaahnsinn, wie das lief, fast von alleine, immer auf und ab! Es machte so viel Spaß, die Berglandschaft rundherum war so pittoresk, wie sie nur sein kann. Also die Frage, warum ich das Ganze hier mache, habe ich mir noch nie gestellt. Da muss man nur kurz vom Weg aufschauen, dann weiß man ganz genau, warum man hier ist!

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Nachdem wir den ersten Downhill des Tages heil überstanden haben, ging es über einen Güterweg hinaus aus dem wunderschönen Tal zur zweiten Verpflegstation bei Kilometer 18. Wir waren wieder gut drauf, die Motivation bleibt eigentlich ständig hoch bei uns, ein Tief gab’s bisher noch nicht.  Das liegt bestimmt auch an den reichlich bestückten Labestellen, da findet sich wirklich jeder etwas, und die Leute sind immer so freundlich und hilfsbereit dort. 🙂

Gestärkt machten wir uns auf den restlichen Weg, der noch einige Höhenmeter für uns bereithielt. Nun wurde es warm, richtig warm, zu warm! Mein Durst wurde immer größer und ich etwas schwächer.

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Step by Step, nur nicht hetzen lassen…

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Zwischendurch immer wieder Mal den Blick schweifen lassen…

Mir bekommt ein Wetter wie gestern einfach viel besser. So wurde der letzte Anstieg ziemlich kräftezehrend, und ganz ehrlich, mit einem anderen Damenteam im Genick läuft es sich dann auch nicht mehr ganz so entspannt. Bis zur gestrigen Etappe haben wir uns um unsere Platzierung nicht großartig gekümmert, Durchkommen war die Devise. Aber als dann gestern doch ein Stockerlplatz locker wurde, haben wir schon gesehen, dass eventuell mehr möglich ist. Trotz alldem versuchten wir, uns nicht hetzen zu lassen, denn es lagen noch 20 km vor uns. Der letzte Anstieg zwischen dem Piz Nair und dem Piz Champatsch war atemberaubend, konditionsmäßig und landschaftstechnisch! Aber die steile Steinpiste verlangte eine ähnliche Bewegung wie beim Skitourengehen von uns ab, also ideal für Ina und mich!

Auf gings in den letzten Downhill, die Emotionen schwankten zwischen erleichtert und eben nicht, denn diese langen Abstiege gehen ganz schön auf die Knie. Und heute sind wir immerhin beinahe 3000 Hm bergab gelaufen, das ist nicht zu unterschätzen.

Der Weg zog sich, ich sehnte Labestation Nummer 3 herbei, und bei Kilometer 33 kam diese endlich. Ein letztes Mal Getränke auffüllen und dann hieß es für Ina und mich vollgas die letzten 8 Kilometer hinunterzubrettern, denn wir wussten es zwar nicht genau, aber irgendwie fühlte es sich wieder wie ein dritter Platz in der Damenwertung an.

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Die letzten Meter zur Ziellinie

Und wir durften zu unserer riesigen Freude rechtbehalten! Nach 6:02 Stunden erreichten wir das Ziel in Scuol, als 3. Damenteam und 57. Team in der Gesamtwertung.

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OMG! Was passiert hier eigentlich?!

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Sich im Team zu freuen ist einfach schöner…

Leute, ich muss ehrlich sagen, ich sitze jetzt da im Hotel und kann das selber noch nicht so recht glauben. Anfangs waren wir einfach nur beeindruckt und ehrfürchtig von den unglaublich starken Damen, die da vor uns waren und nun dürfen wir zum zweiten Mal aufs Podium marschieren. Das ist mehr, als wir uns erträumt haben. 😀

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Ich danke euch allen für eure Unterstützung! Auch wenn ich aus Zeit- und Internetmangel nicht auf jede einzelne Nachricht antworten kann, so freue ich mich über jede und bin überwältigt, wer da so an mich/uns denkt!! ❤

Nach der Pastaparty gehts für uns jetzt rasch ins Bett, morgen wartet die 6. und vorletzte Etappe des TARs 2017.

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One thought on “Transalpine Run 5. Etappe: Samnaun – Scuol

  1. Pingback: Transalpine Run 2017: Epilog – vividsarah

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