Transalpine Run 6. Etappe: Scuol – Prad am Stilfserjoch

Hard Facts: 45,4 km, 1.684 Hm im Aufstieg, 1.975 Hm im Abstieg, höchster Punkt auf 2.359 m, Start um 8:00

Beim gestrigen Briefing hat uns der Streckenchef die 6. Etappe schon richtig schmackhaft gemacht, neben dem wunderschönen Schlinigpass werden wir die Uinaschlucht passieren.

Meine Vorfreude wurde aber in der Nacht getrübt, mit üblen Magenproblemen befürchtete ich schon, dass es das nun war.  Der ganze Fruchtzucker, das andere süße Zeugs und die tägliche Ration Pasta haben meinen Magen wohl so beleidigt, dass er gar nichts mehr vertrug… Zum Frühstück versuchte ich dann vorsichtig trockenes Brot und schwarzen Tee, vorm Start gings zur Medical Crew, und siehe da, bis zum Start beruhigte sich die Situation.

Die ersten Kilometer waren zwar hart, da wir sieben Kilometer nur flach dahinliefen, also keine Schonzeit für den Magen und müde war ich auch. Aber dann ging es stetig bergauf, Richtung Uina Schlucht und ich merkte, wie meine Kraft zurückkehrte. Ina und ich hatten unseren Spaß, machten Fotos und genossen die Steigung und die abartig schöne Uina Schlucht.
Und dann sahen wir auf einmal das zweite Damenteam vor uns…

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Müüde, aber motiviert © Harald Wisthaler

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Richig fein, diese Uinaschlucht © Andi Frank

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Es wurde immer wärmer und ich musste ganz schön aufpassen, dass ich nach dieser Nacht nicht dehydrierte. Am Schlinigpass öffnete sich eine weite Landschaft vor uns, gespickt mit Seen, die zum Verweilen einlud. 😉 Aber wir mussten weiter, über die Sesvennahütte liefen wir weiter über einen feinen Wanderweg, der schließlich in einen steilen Downhill durch ein Waldstück endete.

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Impressionen..

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Dort ließen wir es einfach laufen, überholten mehrere Teams, unter anderem auch das zweitplatzierte Damenteam. An der Labestation waren wir wie immer ziemlich flott und konnten somit Meter und Minuten gutmachen. Ein Güterweg führte uns bergab zur dritten Labe in Glurns, und von da weg waren es nur noch knapp zehn Kilometer bis nach Prad. Mit dem Wissen, dass wir heute eventuell sogar als zweites Ladiesteam finishen könnten, gaben wir über den letzten coupierten Singletrail Gas. Und dann kamen die Tafeln: 5 km bis zum Ziel, 4, 3, 2, 1..

Und Ziel. 2. Damenteam, 50. Team gesamt, mit nur 10 Minuten Rückstand auf die starken Schwedinnen vor uns. Die Zeiten der einzelnen Abschnitte wurde immer besser, wir haben wohl noch Saft nach hinten hinaus. Ina, danke für diese geile, aber zache Etappe, die Stimmung ist echt immer gut und am Ende hast du mich in der Hitze echt noch ins Ziel „gezogen“. Hat sich ausgezahlt. Was für ein Gefühl, jeden Tag ein Erfolgserlebnis. Das ist mal eine nette Abwechslung zum Alltag im Labor, wo meistens nichts so funktioniert, wie man es gerne hätte…

 

Im Ziel warteten dann noch meine Eltern, schön, wenn man diese Freude mit seinen Liebsten teilen kann. 🙂

Da unser Hotel bereits in Sulden war, beschlossen wir, den Nachmittag in Prad zu verbringen, und damit meine ich in der Wiese vorm Camp eine Runde zu mützen.

nm

Mit jedem Tag werden die Augenringe tiefer…

Später ging es dann wieder zur allabendlichen Pastaparty mit Siegerehrung. Ich bin jedes Mal wieder nervös, wenn ich da auf die Bühne rauf muss…

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Nudeln… was sonst…

Wir bekamen alle eine schwere Kühlbox auf dem Podium, ich dachte schon, der Inhalt sei dann für die Aftershowparty in Sulden bestimmt. Aber denkste, die Kühlbox war voll mit Joghurt. Also falls jemand Lust hat auf zehn Kilo Joghurt, kann vorbeikommen, sobald ich wieder daheim bin. 😉

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Joghurt fürs nächste halbe Jahr

Fotos, wenn nicht anders angegeben: Harald Wisthaler

One thought on “Transalpine Run 6. Etappe: Scuol – Prad am Stilfserjoch

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