Die Stille brechen

Lange Zeit war es still hier.

Aber nicht,weil nichts passiert. Eher das Gegenteil ist der Fall.

Seit Beginn des letzten Semesters, also seit Oktober, überschlagen sich die Ereignisse in meinem Leben. Stillstand gibt es, wie immer, nicht!

Momentan befinde ich mich im Endspurt meiner Masterarbeit, verbringe mehr Zeit auf der Uni als sonst wo, und verbrauche mehr Kalorien fürs Gehirnjogging als fürs Trailrunning oder Skitouren gehen. Aber ich bin recht zuversichtlich und motiviert, diese letzte Hürde zu meisten (zumindest im Moment, in dem ich diese Zeilen verfasse 😉 ).

Als ich letztens bei einem gemütlichen „Hirn-Auslüfter-Lauf“ die Gedanken schweifen ließ, wurde mir erst bewusst, was für ein gewaltiges Jahr 2017 für mich eigentlich war. Wie viele besondere Menschen ich kennenlernen durfte, wie viele tolle Sachen ich gemacht habe, wie viele Dinge ich geschafft und was ich alles über mich gelernt habe.

Ich könnte eigentlich behaupten, dass 2017 das Jahr meines Lebens war. Bis dato.

Ganz nach dem Physiker Georg Christoph Lichtenberg:

„Man muss etwas Neues machen um etwas Neues zu sehen.“

traf ich wohl im richtigen Moment die richtigen Entscheidungen und erlebte so viel Neues, wie noch nie zuvor, in allen Bereichen meines Lebens.

Obwohl ich Anfang 2017 für das Jahr nichts geplant hatte, außer ein bis zwei Rennen und den Beginn meiner Masterarbeit, so übernachtete ich schlussendlich an beinahe 40 verschiedenen Orten (inklusive Zelt- und Autonächtigungen 😉 ), in sieben verschiedenen Ländern, bereiste ein komplett neues Land, durfte an spannenden Rennen teilnehmen, lief zum ersten Mal Distanzen, die vor ein paar Jahren noch unvorstellbar schienen, und arbeitete „nebenbei“ noch auf  dem Festkörperphysik-Institut meiner Uni an meiner Diplomarbeit.

Nicht nur meine Eltern fragten mich hin und wieder, ob mir das nicht alles manchmal zu viel sei. Eine berechtigte Frage.

Nun ja, manchmal wurde mir schon schwindlig vor lauter Koffer packen und planen und arbeiten und denken. Aber jedes Wochenende am gleichen Fleck zu verbringen, während wo anders die aufregendsten Dinge passieren, ist einfach nicht mein Metier.

Meine Komfortzone liegt wohl außerhalb meiner Komfortzone.
Meine Grenzen gehören ausgelotet.

Oder wie es Fack ju Göhte himself sagen würde:

„Wie kann man sich selbst kennenlernen? Durch Betrachten niemals, wohl aber durch Handeln.“

Das hab ich mir halt zu Herzen genommen.

Nun steht mir ein frisch gebackenes, neues Jahr zur Verfügung. Ein Jahr voller neuer Möglichkeiten. Und ich stehe am Start, motiviert wie nie zuvor.
Auch wenn viele Veränderungen eintreten werden, versuche ich, die Angst davor in etwas Positives, wie Neugierde, umzuwandeln und Kraft daraus zu ziehen.
Gepaart mit den Erfahrungen der letzten Jahre, hat 2018 durchaus das Potential zum neuen besten Jahr meines Lebens zu werden. 🤘

Ich bin gespannt und voller Vorfreude auf alles, was 2018 zu bieten hat.

Und da ich heute wieder meinen Goethe-Gedichtband ausgegraben habe, gibt’s zum Schluss noch ein paar inspirierende Worte des großen Meisters:

„Das Leben gehört dem Lebendigen an, und wer lebt, muss auf Wechsel gefasst sein.“

Bussi, baba!

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