Gipfelglück am Großglockner

Welche drei Worte hört frau gerne?
Richtig, „Gemma aufn Glockner?!“

Mit dieser einfachen Frage machte mir Philipp am Wochenende eine Freude, dessen er sich gar nicht bewusst war. Manche von euch waren sicherlich schon des Öfteren oben und kennen diesen Berg gut. Für mich aber ist er schon ein bisschen in einen Mythos gehüllt, und ich freute mich wirklich wie ein kleines Mädchen, endlich da oben stehen zu dürfen.

Ich bin ein bisschen eingerostet, was das Schreiben (auf Deutsch) betrifft.  Momentan schreibe ich an meiner Masterarbeit, alles Fachvokabular in Englisch. Also verzeiht mir bitte etwaige grammatische Mängel. 😉

Der Großglockner schwirrte mir schon lange im Kopf herum, immer wieder stand mal die Möglichkeit im Raum, die dann aber verfiel oder nicht ergriffen wurde. So sollte es an diesem Wochenende soweit sein. Der Wetterbericht war für den Vormittag perfekt, die Verhältnisse einwandfrei, es sprach also nichts dagegen.

Gemeinsam mit Philipp und meinem Vati ging es zeitig am Sonntagmorgen los Richtung Kals am Großglockner. Kurz vor 8 Uhr starteten wir beim Lucknerhaus bei frostigen Temperaturen von -14°C.

start

Start beim Lucknerhaus, das Ziel schon vor Augen.

Zum ersten Mal sah ich den Großglockner von der Osttiroler Seite. Ein mächtiger Anblick, der uns fast die ganze Tour lang begleiten sollte.
Bis auf Höhe der Stüdlhütte blies uns ein ziemlich kalter Wind um die Ohren, doch bald schon schien uns die Sonne ins Gesicht und strahlte mit mir um die Wette.

Die Bedingungen könnten nicht besser sein.

ködnitzkees (1)

 

Bis auf ein paar Trinkpausen, gingen wir (m)ein konstantes Tempo, und mit jedem Höhenmeter spürte ich die ungewohnte Höhe, jeder Schritt fühlte sich an wie drei. Aber drei verdammt gute. Das Panorama nahm mir den letzten noch vorhandenen Atem, der Ausblick glich ja fast dem aus einem Flugzeug!

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Trinkpausen sind Fotopausen, stimmts? 😉

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Über das Ködnitzkees gingen wir ziemlich direkt zum Glocknerleitl hinauf, wo wir unser Skidepot einrichteten.

oben ködnitzkees (4)

oben ködnitzkees (3)

Am oberen Ende des Ködnitzkees.

Philipp, alias unser persönlicher Bergführer, nahm Vati und mich an die Leine und die Gratkraxlerei konnte losgehen. Alle Mühen und meine brennenden Waden waren vergessen, als wir die letzten Höhenmeter bezwangen, es machte so viel Spaß!

skidepot

Ein Bergführer, wie er im Buche steht. 😉

grat (1)

Vati und ich am Grat.

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Philipp am Kleinglockner

Und dann war er plötzlich da, nach vier Stunden standen wir am Gipfel des höchsten Berges Österreichs. Ich traue mir zu sagen, dass mir noch kein Gipfel in meinem Leben so viel bedeutet hat. Umso schöner, diesen mit den zwei wichtigsten Männern in meinem Leben teilen zu dürfen. 🙂

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Gefrorene, aber glücklicher Gesichter am Gipfel des Großglockners. 🙂

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Philipp und ich.

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Vati und ich.

Wir hatten den Gipfel in der Sonne und diesen Moment sogar ganz für uns.  Am Anfang des Grates überholten wir noch eine vierköpfige Truppe, ansonsten waren wir komplett alleine.

Für eine ausgiebige Gipfelrast blieb nicht viel Zeit, da das Wetter, gemäß dem Wetterbericht, um die Mittagszeit umschlug. Es lief aber weiterhin alles wie am Schnürchen und wir fuhren dem Nebel einfach davon.

grat (4)

Flott gehts wieder bergab.

grat (2)

Ein letztes Mal zurückschauen, bevor der Gipfel im Nebel verschwindet.

Was für ein genialer, erfüllender Tag! Die ganze Autofahrt heim und den restlichen Tag konnte nichts und niemand meinem Dauergrinser etwas anhaben.

Mein Leben verläuft momentan sehr kontrastreich: Unter der Woche schreibe ich sehr motiviert an meiner Diplomarbeit, am Wochenende versuche ich meine Zeit im Freien, so gut es geht, auszunutzen, Zeit für mich und meine Liebsten zu finden.
Umso dankbarer bin ich dann für Tage wie diesen, die mich einfach mit Glück und Zufriedenheit erfüllen und mir die Schönheit der Einfachheit zeigen. ❤

Danke Philipp, für deine spontane Leichtigkeit, die uns drei einen so klassen Tag ermöglicht hat. Bester personal guide ever. 😘 

 

 

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