Vive la France: Auf nach Chamonix!

Um mir meinen Studienabschluss noch mehr zu verdeutlichen, wollte ich unbedingt nach dem ganzen Prüfungs- und Umzugsheckmeck Abstand gewinnen und ein bisschen reisen. Zu weit weg wäre mir einfach zu viel Vorbereitung und Aufwand gewesen, außerdem wollte ich so viel Zeit wie möglich noch draußen und in den Bergen verbringen. Da gefiel mir der Vorschlag Chamonix ziemlich gut.

Also packten wir unsere sieben (wohl eher siebzig) Sachen, inklusive Touren- und Kletterausrüstung, und starteten vergangenen Dienstag gegen vier Uhr morgens unsere Reise nach Chamonix.

Starker Verkehr minderte zwar die Geschwindigkeit, aber nicht meine Vorfreude auf diesen für mich noch so mystischen Ort. Chamonix stand als Mekka des Bergsports und Trailrunnings definitiv auf meiner Bucket List, aber dass ich nun so schnell dorthin kommen würde, dachte ich nicht.

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On est arrivé!

Endlich am Ziel angekommen, ziehen wir uns rasch um und fahren mit der Gondel hinauf auf die Aiguille du Midi. Oben angekommen, bringe ich zuerst mal fast kein Wort heraus. Das liegt nicht an der dünnen Luft, sondern an dem atemberaubenden Panorama, welches sich da vor mir auftut. Chamonix und die benachbarten Orte liegen wie Spielzeugdörfer weit unter uns, vor uns wartet ein Paradies, welches erkundet werden will.

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Die Welt liegt uns zu Füßen

 

Zum Akklimatisieren hat Philipp eine kurze Tour gewählt, den Arête des Cosmiques (Cosmique Grat). Wir müssen mit den Skiern nur ein kurzes Stück abfahren und stehen dann schon mitten am Einstieg in die Route. Zuerst geht es ein kurzes Schneefeld bergauf und schon bald gesellt sich immer mehr Fels dazu. Das Ganze ist klettertechnisch nicht wirklich schwer und es macht mir richtig, richtig Spaß.

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Die zwei Abseiler bringen noch mehr Abwechslung und der strahlende Sonnenschein rundet meine erste Tour in Chamonix perfekt ab. Wir überholen zwei Seilschaften und einmal mehr wird mir bewusst, wie flink und geschickt sich Philipp über die Felsen bewegt.

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Ein Abseiler zwischendurch

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Einfach WOW! Im Hintergrund der Mont Blanc

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🙂

Der Ausstieg führt über eine Leiter direkt auf eine Terrasse der Aiguille du Midi, auf welcher wir uns noch kurz von der Sonne herbrutzeln lassen.

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Am Ausstieg

Nachdem wir unsere Ski wieder vom Einstieg holen, wartet noch die Abfahrt übers Mer de Glace auf uns. ALTER SCHWEDE! Das ist einfach irre, so beeindruckend, so schön, so unbegreiflich groß! Ganze 14 km fährt man neben Gletscherbrüchen und -spalten und hat die legendären Berge, wie die Grand Jorasses, Drus, usw. im Blick.

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Mein Bergführer in Action 😉

Am Ende des Gletschers steigt man noch um die 100 Höhenmeter über eine Stiege auf zur Zahnradbahn Montenvers, die uns nach einer zwanzigminütigen Fahrt wieder ins Tal bringt. Auf diesem Bahnhof versammelt sich alles, Skifahrer, Bergsteiger, Tourengeher, aber vor allem Touristen mit Sandalen und Selfiestick, die sich keuchend über die letzten Stufen hinaufschleppen.

Meinen Einstand in Chamonix feiern wir im Elevation, mit einem richtig geilen Burger und einem Bier, so lässt es sich leben!

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