Triangle du Tacul

Donnerstags läutet der Wecker um 6:15, wir wollen die erste Bahn auf die Aiguille du Midi erwischen.

Zum Frühstück gibt es einmal mehr meinen super Hafer-Apfelkuchen, der eigentlich aus einer Verlegenheit heraus entstanden, aber als Kraftfutter vor und nach dem Sport einfach klasse und praktisch ist. Mit einem Coffee-to-go aus einer richtig lieben Bäckerei in Argentière kann der Tag starten. Von der Aiguille du Midi fahren wir an den Fuß der Triangle du Tacul, wo wir unsere Ski und einen Rucksack zurücklassen.

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Aiguille du Midi Bahn

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Die erste Seillänge ist ein knallhartes Eisfeld, wo mich jeder Schlag mit dem Eisgerät ziemlich viel Kraft kostet. Es ist jedes Mal wieder erstaunlich, wie rasch mein Körper bei dieser Art von Anstrengung müde wird, so kannte ich das vom Ausdauersport bisher nicht.

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Einstiegseisfeld

Zum Glück sind im Eis schon Tritte von Vorgängern, die mir das Ganze ein wenig erleichtern. Nach dieser ersten Seillänge startet der Mixed-Teil, und ich merke, wie mein Kopf viel freier ist, als am Tag zuvor und der Spaß an der Freude kommt zurück. Mit jedem Mal werde ich ein kleines Bisschen routinierter, eh klar, Übung macht den Meister, und mittlerweile habe ich sogar meine erste Klopause in einer Wand heil überstanden.

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Mixed Teil

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Luftig ist’s unter meinen Beinen

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Nach der lustigen Mixed-Kletterei folgt ein 85° steiler Eisgully, der aber fein zum Klettern ist. Da es heute etwas windiger und wärmer ist, kommen immer wieder kleine Eisbrocken von oben und die Worte Spin-Drift bekommen für mich Physikerin eine neue Bedeutung.

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Ein Selfie fürs Album 😉

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Flink, flink

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Sarah im Eisgully

Als ich am Stand bei Philipp ankomme, muss er mir leider mitteilen, dass er einen der Eisbrocken auf den Unterarm bekommen hat. Da wir ohnehin kurz vor dem Ausstieg der Wand waren, seilen wir gleich ab.

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Jedes Mal wieder eine Überwindung: Abseilen

Weiter unten am Mer de Glace finden wir wieder eine hübsche, windgeschützte Granitplatte, auf der es sich perfekt jausnen lässt.

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Die Sonne scheint uns aus den Augen

Wie schon am ersten Tag, geht’s wieder über die Treppen hinauf zur Montenvers-Zahnradbahn und hinunter ins Tal. Hier wurden Täfelchen angebracht, wo sich der Gletscher früher befand…

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Ein Touri-Foto muss sein

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Da ich vom Örtchen Chamonix bis dato nicht viel mehr als die Vogelperspektive gesehen habe, spazieren wir durch die Fußgängerzone und nachdem Mer de Glace gibt es nun ein richtiges „Glace“. An dieser Stelle muss ich noch erwähnen, dass Philipp an diesem Tag nicht nur einen Eisbrocken auf den Unterarm, sondern auch einen Eisbrocken der Sorte Vanille auf sein T-Shirt bekommen hat. 😉

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Das Abendessen könnte nicht französischer sein, avec de la baguette et du fromage abgerundet avec de la bière lässt sich die gigantische Aussicht am Lagerfeuer auf das Mont-Blanc Massiv und einfach das Leben so richtig genießen.

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